Wesen und Hundeerziehung
sowie themenbezogene Linktipps

Das Wesen

Ein charmanter, fröhlicher Lebenskamerad
Der Cairn Terrier gehört wie seine Vettern, West Highland White Terrier, Scottish Terrier oder Skye Terrier zu den Nachfahren der alten schottischen Jagdterrier und gilt unter Kennern zu den wohl ursprünglichsten dieser Rassen.

Charakterbild
Furchtlosigkeit, Entschlossenheit, Intelligenz und eine große Portion Courage und Selbstsicherheit sowie Wachsamkeit und ein schnelles Reaktionsvermögen sind einige seiner positiven Eigenschaften. Wenn er nicht gerade als Jagdhund ausgebildet wird, eignet er sich wie unser eigener Cairn wunderbar als Familienhund. Unerschrocken ist er gern bereit diese mit seinem gesamten Temperament zu verteidigen. Er ist ausgesprochen kinderfreundlich und jederzeit zu Balgereien, zu Fußballspielen und anderen Spielarten und Aktionen aufgelegt. Obwohl der Cairn Terrier ein Temperamentsbündel ist, verbreitet er keine Hektik oder Nervosität. Andererseits zeigt er genausogut Sanftmütigkeit und Anhänglichkeit. Nach einem ausgefüllten Spaziergang kann es gut passieren, daß sich so ein kleiner Kerl glücklich und zufrieden zu den Füßen eines geschätzten Familienmitgliedes zusammenrollt.

Allgemeine Erfahrung und Quintessenz
Diese Hunderasse würden wir jedem aufgeschlossenen Hundeliebhaber wärmstens empfehlen, gerade wegen seinem großen Herzen, seiner Ursprünglichkeit und dadurch Robustheit, und auch weil er bei artgerechter Haltung ein hohes Lebensalter erreichen kann.

Zu unserer Familie paßt(e) dieser knuffige kleine Rüpel besonders gut und wir hofften sehr lange Freude an ihm zu haben. Fast 14 Jahre sollte es so sein. Wir glauben, daß Asko vielleicht auch umgekehrt desgleichen von seinem Rudel dachte, auf jeden Fall zeigte er es uns stets auf seine koboldhafte Weise mit viel Anhänglichkeit, Treue, Freundlichkeit, und fast bis zum letzten Lebenstag, mit viel ausgelassener Lebenslust.



Aussehen

Haarkleid:
Wetterfestes Haarkleid, d.h. doppeltes, üppiges, harsches, aber nicht drahtiges Deckhaar. Unterwolle kurz, weich und dicht.

Farbe:
Cremefarben, weizenfarben, rot, grau, schwarz, anthrazit, steinfarben, verschiedene Färbungen untereinander möglich. Dunkle Abzeichen an Ohren und Fang sind sehr typisch.

Größe/Gewicht:
Widerristhöhe ca. 28 bis 31 cm, immer im richtigen Verhältnis zum Gewicht; dieses beträgt idealerweise 6 bis 7,5 kg. Bei Größenabweichungen sind andere Gewichtsnormen anzupassen.

Körper:
Er sollte einen substanzvollen, kräftigen Körper von "mittlerer Länge" haben. Der Kopf erinnert an eine Katzenkopfform, wobei der ausgeprägte Stirnansatz (Stop) mit einer deutl. Einsenkung zwischen den Augen das typische Bild des Cairn-Kopfs prägt. Der Hals ist gemäßigt lang und kräftig. Der Brustkorb ist ziemlich tief, an der Wirbelsäule gut gewölbt. Die Pfoten sind kräftig und rund (wie Katzenpfoten), vorne größer als hinten. Die Rute kurz und harmonisch zum Gesamtbild ausgewogen. Seine Augen sind mandelförmig und oft von dunkel-haselnußbrauner Farbe. Die Ohren klein und spitz zulaufend weder zu eng, noch zu seitlich am Schädel angesetzt. Er verfügt über kräftige Kiefer und ein beachtliches Gebiß.

Dies sind nur einige Auszüge der Wesensmerkmale eines Cairn-Terriers. Falls Ihr mehr über diese Hunderasse erfahren wollt, empfehle ich Taschenbücher über Hunde,- und Terrierrassen zu diesem Thema, ganz speziell aber das Büchlein "Der Cairn Terrier" von W. Peper/G.Bottenberg, (siehe Buchempfehlungen unten), das diesem Text zu einem Teil als Grundlage diente.


Hundeerziehung

Unser Hund ordnete sich von klein auf bestens in seinem Familienrudel unter und machte daher nur wenig Probleme. Er lernte von Anbeginn schnell Neues hinzu und blieb bis zum Ende durchweg motiviert. Wir glauben, daß es aber auch sonst keinerlei Hunde gibt, die je mit böser Absicht Herrchen oder Frauchen einfach boykutieren würden, wenn Ähnliches je geschieht, liegen die Fehler "in erster Linie" immer nur beim Menschen selbst, nie beim Tier! In allen gewissen Anfangsphasen und auch in allen weiteren Lernphasen ist es jedoch durchweg bei allen auftretenden Unarten sehr wichtig, dem Hund möglichst beim ersten Erwischen, d.h. so direkt wie nur möglich mit deutlicher Tonlage klar zu machen, was er nun wirklich darf und was nicht! Alle dahingehenden Festigkeiten und Erfolge in der konsequenten Erziehung dienen nicht zuletzt der Ausgewogenheit des Tieres im Familienverband, dem Dominanzverhalten gegenüber diesem, und auch der Sicherheit sich als Rufelführer(in) entsprechend sicher genug mit seinem vierbeinigen Freund "drinnen" wie "draußen" bewegen zu können.

Der heranwachsende als auch der ausgewachsene Cairn Terrier brauchen dabei, wie alle anderen Hunde eben auch, eine absolut konsequente und klare Führungslinie. Diese sollte jedoch trotz aller Deutlichkeit niemals rauh und lieblos ausfallen! Hat man die entsprechenden Erziehungsschritte und alle darauf aufbauenden weiteren Kommandos, die man seinem Hund gern angedeihen lassen möchte, selbst erst einmal genügend im Griff (sprich, sich zu dem Thema "Hundeerziehung" vorab eingängigst belesen und genügend darüber auch sonst informieren können!), lassen sich mit der Zeit sogar kompliziertere Lernschritte mit guten Erfolgen gerade beim Cairni leicht vermitteln. Dieses "leicht" bezieht sich jedoch nicht auf seine evlt. auch mal durchkommende Sturheit, falls er sich doch mal verweigern möchte, sondern vielmehr auf seine gute und schnelle Auffassungsgabe.

Mit viel Liebe, Geduld, Lob, Streicheleinheiten, sanfter Stimme, Leckerlies, aber auch dem heute vielfach bewehrten Clickertraining - sowie verschiedenen Verbotsübungen im anderen Fall über eine festere oder sogar mal scharfe Stimmlage - sowie dem rigorosen Ignorieren an den richtigen Stelle als Sfraffolge für falsche Verhaltensweisen des Tieres, können gute Ergebnisse auf dem Erziehungswege erzielt werden, so daß man eines Tages einen bestens führbaren und vor allem auch ausgeglichenen Hund an seiner Seiten sehen darf. Spiel, Spaß und Toben festigen zudem die Beziehung von Hund und Mensch ungemein zusätzlich. Die Folge dessen wird früher oder später sicher ein inniges und damit weiterwachsendes "Miteinander" und "Verstehen" auf beiderlei Seiten sein können. Wer darüberhinaus zusätzliche Hilfe bei den Erziehungsfragen hat und konkrete Praxis sucht, wird in den hiesigen Hundeschulen auf fachkompetende Ansprechpartner treffen können. Bei unserem Asko war dies letztlich nicht extra nötig, da er die wichtigsten Grundregeln, Lernschritte und Kommandos sehr schnell und freudig von alleine begriff (bis auf wenige Ausnahmen), und auch im Laufe seiner reiferen Jahre zeigte es sich, daß er sehr viel Spaß sogar daran hatte selbst anspruchsvollere Kommandos (über die Hundepfeife bpsw.) mit Feuereifer erlernen zu mögen.




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