Unsere Pflegetipps sowie themenspezifische
Links zur Haltung des Cairn Terriers


Fellpflege beim Cairn:

Bürsten:
Wenn es sich noch um einen Cairnwelpen handelt, braucht man das Fell zumeist nur mit einer mittelweichen Bürste 2-3 mal in der Woche durchbürsten. Da der Cairn später über ein dichtes, flauschiges Unterfell und ein darüberliegendes rauheres - mittellanges bis längeres Deckhaar verfügen wird, (was sich draußen bei Wind und Wetter als sehr hilfreicher nässe- und kälteabweisender Schutzmantel erweist), sollte er weiterhin mindestens zwei- bis drei Mal in der Woche gründlichst durchgebürstet, evtuell hinerher nochmals schonend nachgekämmt werden, um jeglichen Verfilzungen und Ungepflegsein entgegenzuwirken. In den gängigen Tiergeschäften werden dafür spezielle Stahlkämme als auch verschiedene festere Drahtbürsten und weiche Bürsten für die empfindlicheren Gesichtspartien angeboten. Währenddessen und nach jedem ausgiebigen Spaziergang in freier Natur ist es zudem ratsam den Hund regelmässig nach Floh- und Zeckenbefall zu untersuchen, bevor sich so ein ungebetener Gast in seinem dichten Fell länger einnisten kann.

Trimmen:
Jeder Cairn ist daneben circa zwei bis maximal vier mal im Jahr zu trimmen, wobei das abgestorbene Haar fingergerecht und leicht proportioniert herausgezupft wird. Für ein fachgerechtes Trimming bieten sich entweder darauf abgestimmte Hundesalons oder auch manche Züchter selbst an, oder man erlernt diese Technik am besten gleich selbst so früh als möglich, um seinen Hund später in eigenen Intervallen viertel oder halbjährlich ein angenehmes "kürzeres Trimmung" (da regelmässiger, statt alles auf einmal dann zu zupfen ist) Zuhause angedeihen lassen zu können. Letzteres kann man sich durch Anleitung eines Züchters, der ein Händchen dafür hat, gut persönlich vermitteln lassen und auch der Kauf hilfreicher Bücher hierzu erleichtern die umzusetzende Praxis ungemein. Welches Rüstzeug man zum Trimming braucht läßt sich in fast allen Fachgeschäften erfragen, aber oft reichen schon als Grundmaterialien gummierte Fingerlinge (Spezialfingerlinge zum Trimmen) aus, wenn sie es nicht so gern mit den blossen Fingern machen möchten - und ein genügend scharfes Trimmmesser, daß mehr wie ein halber Kamm auch aussieht, mit dem sie leicht das abgestorbene Unterfell herausziehen können (schräg anhalten wie beim Bürsten) und das gröbere abgestorbene Deckhaar auch drumherum, bis man ins eigentliche Zupfdedail übergeht.

In den ersten beiden Jahren haben wir uns eine Menge Hintergrundwissen zur Fellpflege bei einer gewissen Züchterin abschauen und aneignen können, die vorwiegend Westies hielt, sich aber auch mit Cairns sehr gut auskannte. Ihre Fingerfertigkeit faszinierte uns sofort und unser Hund hielt fast durchweg (gute 1 1/2 - 2 Stunden etwa) still, wenn auch ihm das Ganze irgendwann zum Schluß schon mal zu lange andauern konnte. (Irgendwann hatte er dann wirklich keine Lust mehr und wäre am liebsten vom Tisch gesprungen! Daheim gönnten wir ihm jedoch immer gern seine Verschnaufspause). Schmerzen verursacht das Trimming jedoch, richtig angewandt, nie, höchstens bei sehr unsachgemässen Zupfgriffen (was zum Glück seltenst vorkam) - oder falls doch einmal ein paar Haare zu fest im Wurzelkleid verankert saßen.

Trimming ist für den Cairni so oder so ein notwendiges "Muß", früh genug daran gewöhnt ist es ihm keine grosse Hürde. Denn nur dadurch wird er / sie die toten Haarbüschel endlich wieder los, die Platz für das neue frische Haarkleid machen müssen. Ansonsten fängt das überaltete Fell bald an zu jucken (vieles Herumwälzen auf dem Rücken zeigt dieses bereits an - und es müffelt auch ein wenig abgestanden!), piesackt den Hund verschiedentlich - und irgendwann versucht er sich so manches Haarbüschel sogar selbst mit der Schnauze auszureissen. Lasst es gar nicht erst dazu kommen, ein guter Rat, denn dieses Gebeiße kann zu einer echten seelischen Manie und folgenschweren Allergie ausarten, was die Haut des Tieres nur noch mehr überreizt. Daher ist zweimaliges Trimming innerhalb eines Jahres (bspw. im Frühjahr und im Herbst) unabdingbar - und für das Tier letztlich eine echte Erleichterung. Wir konnten jedes Mal schon in den späten Frühlingsmonaten recht gut beobachten, daß Asko sich wesentlich wohler und befreiter nach seinem Trimming fühlte (auch wenn er währenddessen nicht unbedingt gejubelt hat), nicht nur, daß er richtig knuffelig und auch viel schöner danach aussah, sondern auch, weil sich seine Körpertemerpatur in der Sommerzeit "etwas" weniger auftanken konnte - als im anderen Falle, wenn er das überflüssige Zottelfell mit sich immer weiter herumgeschleppte.

Baden:
... sollte man seinen Cairn nur sehr selten bis "nie" (und wenn überhaupt, höchsten 2 x im Jahr!). Es sei denn, der Rüde oder die Hündin wälzt sich mit abgöttischer Leidenschaft während eines unaufmerksamen Augenblicks beim Spaziergang irgendwo in der freien Prärie auf fremden Tierkot, Aasresten oder sonstigem Unrat herum (Cairnis können darin echte Ferkelwemser sein *g*, da manche von ihnen es absolut lieben, (so auch unser zu seinen temperamentsvollen Zeiten) möglichst gefährlich hinterher für andere fremde Rüden zu riechen, und wenn man da nicht gleich richtig aufpaßte, war's hinterrücks auch schon wieder geschehn ;-D). Danach ist natürlich eine gründlichere Dusche oder ein Vollbad die allerletzte Rettung. Allerdings sollte man auf alle Arten von Seifen und Shampoos für Menschen hergestellt komplett verzichten und nur zu handelsüblichen sehr milden Tierpräparaten greifen (rückfettende Produkte!), wenn man weder den PH-Wert der empfindlichen Haut noch die natürlich rückfettenden Bestandteile des Felles beschädigen will.

Krallenpflege
Hierzu können wir aus eigener Erfahrung nicht so viel beitragen, da unser Hund tatsächlich nie seine Krallen geschnitten haben mußte, weder in jungen Jahren noch später. Das mag wohl daran gelegen haben, daß er sie sich immer ausreichend beim Gassigehen und Toben im Freien sowie auf dem Asphalt auf den Gehwegen abgewetzt hatte. Bei krankhaftem Hornwachstum oder Stellungsfehlern müssen sie allerdings grundsätzlich geschnitten werden. Dies gilt genauso dann natürlich, sobald die Krallen beim Gehen oder Laufen für den Hund zu störend wirken sollten. Die beste Abhilfe ist dafür eine spezielle Krallenzange (welche im Tiergeschäft erhältlich ist). Der Blick auf die etwas oberhalb des Pfötchens liegende verkrümmte Wolfskralle gehört ebenfalls zu dieser Prozedur. Wer sich das Beschneiden der Krallen nicht sogleich zutraut bzw. doch noch etwas unsicher damit ist, wie weit er in sie überhaupt hineinschneiden darf ohne dabei den empfindsamen Nerv zu treffen, sollte es lieber den Tierarzt durchführen lassen. Sicher ist sicher, bevor man dem Hund unnötige Schmerzen bis hin zu starken Blutungen versehentlich selbst damit beibringt!

Pfötchen
Ganz wichtig bei aller Pflege ist es auch auf die Pfötchenstellung und dementsprechend natürliche Gangart des Hundes zu achten. Da das Fell schon mal etwas länger über die Pfötchenballen hinauswachsen kann, und dieser Umstand auf Dauer irgendwann zu einem falschen Auftritt führen könnte, ist diese Maßnahme nicht nur aus kosmetischen Gründen äußerst beachtenswert! Zum einen deshalb, damit das Fell "unter und um" die Ballen herum gar nicht erst zur Gehbehinderung oder zum Umknicken führen kann - und zum anderen, um irreparable Schäden im Bereich der Wirbelsäule als auch im Beckenbodenbereich von Anfang an vorzubeugen! Außerdem, wer läuft schon gerne und gut auf unsicheren Schlapperlatschen herum? Wir Menschen doch auch nicht. ;-) Da ist ein Stolpern beim Gehen und erst recht beim Laufen sowie ein härteres Hinfallen viel eher vorprogrammiert, auch wenn der Hund ansonsten auf seinen vier Pfoten einen sehr verläßlichen Stand hat / hätte. Weitere praktische und hilfreiche Ratschläge zur Pflege lassen sich unter anderem auf der folgenden Seite ausmachen:




Hilfreiche Linktipps:
  • Hundesalon - Portal "Frisu"


  • Zu empfehlen sind auch die Fachbücher auf folgender Seite, in denen wertvolle Anleitungen als auch "Vorher- und Nachher Darstellungen für ein fachgerechte Trimming" teils zu finden sind:

  • Asko's Buchtipps